Hervorgegangen aus dem modernistischen Erbe Kroatiens, findet Prostoria ihre Inspiration in den Arbeiten der Architekten und Designer Vjenceslav Richter, Ivan Vitić, Bernardo Bernardi, Marijan Haberle und Niko Kralj. Ihre Vision – Architektur, Design und Kunst im Horizont menschlicher Erfahrung zusammenzuführen – prägt bis heute unseren Zugang zum Möbeldesign, der mit derselben Aufmerksamkeit für Funktionalität, Komfort und Alltagstauglichkeit entwickelt wird. In der modernistischen Kultur der Stadt Zagreb wurden Architektur, Kunst und Design als Teile eines gemeinsamen Systems verstanden.
Die Konzerthalle Vatroslav Lisinski entstand aus der Idee des Konzertbesuchs als gesellschaftlichem Ereignis. Anstelle eines einzelnen zentralen Foyers bildet ein umlaufender Ring öffentlicher Räume um die Halle eine Abfolge von Bereichen, die Bewegung, Begegnung und Ausblicke auf die Stadt ermöglichen.
Das als „Kockica“ bekannte Haus der soziopolitischen Organisationen des Architekten Ivan Vitić besticht durch seinen monumentalen kubischen Baukörper sowie durch eine eindrucksvolle Sammlung ortsspezifischer Kunstwerke, die in die Architektur integriert sind. Kunst erscheint hier nicht als dekoratives Element, sondern als wesentlicher Teil des räumlichen Konzepts des Gebäudes.
Der Pavillon 40 auf der Zagreber Messe, entworfen vom Architekten Ivan Vitić in Zusammenarbeit mit dem Ingenieur Kruno Tonković, stellt ein bemerkenswertes bauliches Experiment dar. Sein mit Stahlseilen aufgehängtes Satteldach ermöglicht vollständig verglaste Fassaden und schafft einen außergewöhnlich leichten und offenen Ausstellungsraum.
Das Gebäude der Arbeiter- und Volksuniversität wurde als Netzwerk innerer „Straßen“, Treppen und Galerien konzipiert, das Bewegung und Begegnungen der Nutzer fördert. Das Interieur versteht sich als dreidimensionale Komposition, in der Architektur, Raum und Möbel eine zusammenhängende räumliche Einheit bilden.
In solchen Räumen werden Möbel zum Teil der architektonischen Komposition. Stühle, Sofas und Tische prägen die Art und Weise, wie Menschen den Raum nutzen — wie sie sitzen, einander begegnen und sich durch ihn bewegen.
Deshalb erscheinen zeitgenössische Objekte in solchen Interieurs nicht als Verweis auf die Vergangenheit, sondern als natürliche Fortsetzung einer Architektur, die von Anfang an als ein System von Beziehungen zwischen Raum, Objekten und Menschen gedacht ist.