Die von Numen/ForUse kuratierte Ausstellung gestaltete eine räumliche Erzählung, die den Dialog zwischen Richters experimenteller Vision und ihrer zeitgenössischen Neuinterpretation beleuchtete. Während des gesamten Festivals entwickelte sich die Ausstellung zu einem Ort der Begegnung und des Austauschs und brachte Architekten, Designer, Studierende, Partner und Besucher zusammen, die sich für das Verhältnis zwischen modernistischem Erbe und zeitgenössischer Designkultur interessierten.
Ein Höhepunkt des Programms war der Vortrag von Maroje Mrduljaš im Konzertsaal Vatroslav Lisinski. Darin ging er auf Richters interdisziplinäre Arbeitsweise ein und reflektierte darüber, wie seine Ideen bis heute die zeitgenössische Architektur und das Design inspirieren. Im Rahmen des Programms wurden Objekte aus der Kollektion Richter im gesamten Veranstaltungsort präsentiert und ermöglichten den Besuchern so, sie in einem lebendigen architektonischen Kontext zu erleben.
Im Rahmen der langjährigen Zusammenarbeit zwischen Prostoria und den Tagen von Oris sowie der Unterstützung des Oris-Preises wurde der VR52-Sessel an Vedran Mimica, den diesjährigen Preisträger des Oris-Preises für herausragende Leistungen in der Architektur, überreicht.
Für Prostoria bestätigte die Zagreber Ausgabe von Revisiting Richter einmal mehr die Bedeutung der Aktivierung des kulturellen Erbes – nicht als statische Referenz, sondern als lebendige Wissensquelle, die fortwährend neu interpretiert, hinterfragt und in einen zeitgenössischen Kontekt eingebracht werden kann.